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Fasanenzucht heute

Wiederbelebung der historischen Spaliergärten

Der Fasanenzüchter stellt sich vor
Ich bin im Jahr 1978 in Dresden gebohren, und aufgewachsen. Ich besuchte die 91. Oberschule in Dresden, später die 65. Mittelschule in Dresden. Nach meinem Schulabschluss erlernte ich den Beruf des Tischlers, diesen Beruf übe ich heute noch täglich aus. In meiner Freizeit verbrachte ich gern viele Momente in der Natur draußen an der Frischen Luft beim Wandern, Rad fahren oder Schwimmen gehen. Schon immer hatte ich mich für Geschichte interessiert und begeistert. In meiner Kindheit war ich gern bei meinen Großeltern in Weinböhla an zutreffen. Im Jahr 2001 habe ich mit den Förderverein „ Muse in Fasanengarten“ mit gegründet, später trennten sich diese Wege leider wieder. In dieser Zeit bis heute bin ich sehr vertraut geworden mit der Historischen Anlage in Moritzburg. Was mich sodann im Jahr 2002 bewegte erste Schritte für die Wiederbelebung des Fasanengartens, (Spaliergärten) zu unternehmen. Der Fasanerie am Bärnsdorfer Großteich war im Laufe der Jahrhunderte ein recht wechselvolles Schicksal beschieden. Auch der erste Weltkrieg hinterließ deutliche Spuren: Nachdem zunächst die Kupferbedachung des Fasanenschlösschens für Rüstungszwecke

eingeschmolzen wurde, mußte 1916 die Fasanerie schließlich aus Futtermangel aufgelöst werden - eine vielbeachtete Zucht, deren Tiere in alle Welt versandt wurden, ging damit verloren. Das Schlösschen selbst wurde 1945 nach Kriegsende geplündert. Knapp 90 Jahre später, am 5. Januar 2005, konnte im Marcolinihaus der Pachtvertrag zur Einrichtung einer neuen Fasanerie unterzeichnet werden. Wie auf dieser Historischen Postkarte sieht es am Fasanenschlösschen seit August 2006 wieder aus. Die historische Postkarte trägt den Titel „Fütterung der Goldfasane in Moritzburg“. Der Wiederansiedlung in den

historischen Spaliergärten gingen zahlreiche Arbeiten voraus und längst ist noch nicht alles getan, obwohl sich seit der Unterzeichnung des Nutzungsvertrags bereits sehr viel verändert hat. Nach der dringend notwendigen Restaurierung der schadhaften Sandsteinsäulen folgte die Wiederbepflanzung des Geländes mit unterschiedlichen Büschen als Deckung für die scheuen Wildvögel. In den Spaliergärten befinden sich mehrere vermutlich noch aus der Marcolini-Zeit stammende Bruthäuser sowie zwei in den Berg gegrabene Gewölbe. Die stark beschädigten Gebäude, von denen nur noch die

Grundmauern standen, wurden 2011 aufwändig instand gesetzt und wieder ihrer alten Nutzung zugeführt. Heute befindet sich in einem Haus die moderne Brutmaschine, das andere wird für das Einlagern von Futter benötigt. Zahlreiche historische Ausstattungsstücke wie Sandsteinsäulen oder Futtertröge, aber auch glückliche Zufallsfunde, sind in die Anlage nunmehr integriert und erzählen von längst vergangenen Tagen. 2006 bis 2009 erfolgte der Bau von drei großen Volieren mit jeweils über 600 Quadratmetern Fläche. Für die heutige Nutzung der Anlage waren ein Stromanschluss (2009) sowie ein Wasseranschluss (2010) erforderlich. 2010 sowie 2013 konnten weitere Schaugehege fertiggestellt

werden, die den Besuchern die unterschiedlichen Fasanenarten vor Augen führen. Das Anliegen meiner Arbeit ist die Wiederbelebung des Geschichtsträchtigen Moritzburger Fasanengartens. Ich freue mich. meine Fasanenzucht in den wiedererstandenen Spaliergärten vorstellen zu dürfen und damit dem Namen “Fasanenschlösschen“ seinen ursprünglichen Sinn zurückzugeben. Die Versendung der Tiere um die ganze Welt, ob als Zuchttier oder als zarte Gaumenlust, ist nunmehr möglich. Die geschützte Marke “Moritzburger Fasan“® erfreut sich großer Beliebtheit, viele Sterneköche schätzen die Delikatesse in ihren Küchen. Verschiedene ausgewählte Restaurants werden von der Fasanerie Moritzburg beliefert. Auch Ihre private Vorbestellung ist stets möglich.

Februar 2015 René Kreher

Über die Fasanenarten

Es seien hier die Arten von vorkommenden Fasanen mit ein paar Bezeichnungen, Namen genannt. Viele der einzelnen Arten sind mit ca. vierzehn Unterarten angehörig, diese alle hierzu nennen wäre viel zu schwierig. Ein echter Vogelliebhaber wird wissen, was ich damit meine. Auch wenn hier die einzelnen Vögel abgebildet sind, wäre ein Besuch in unserer Moritzburger Fasanenzucht ratsam.

Somit können sie sich selbst von der Schönheit der Tiere überzeugen und bei eventuellen Fragen bekommen sie eine fachkundige Antwort und manch brauchbaren Hinweis.

Edelfasane

Mongolischer Jagdfasan

Erkennung:

Beim Hahn ist der Kopf und Nacken grün. Ein weißer vorn offener breiter Ring umgibt den Hals. Die auf der Oberseite befindlichen Federn sind dunkel Kupferrot, stark Bronzegrün gefärbt. Die Flügeldecke ist weiß mit dunkelroter Zeichnung. Auf der Brust sind purpurrot braune Federn zu bemerken mit starkem grünem Schimmer. Die Henne ist wieder leicht bräunlich mit hellem Bauchgefieder geschmückt. Im ganzem schlicht

und einfach.

Herkunft:

Südöstlich von Kasachstan, südlich und östlich des Balkansees

Allgemein:

Der Fasan wird sehr gerne in Fasanerien gehalten. Mit Wissen und Geschick ist er gut zu pflegen. Diese Fasanenart wird gerne zum Auswildern in den heimischen Wäldern genutzt. Sein Lebensanspruch ist vielseitig, er liebt die Wälder, Sträucher, Felder und Wiesen.

Heute:

Der Mongolische Fasan spielt in Moritzburg eine große Rolle, so wird er bei uns in der größten Anzahl gehalten. Der Fasan ist sehr begehrt zum Auswildern. Auf der Tafel richtig zubereitet ist der Fasan ein echter Leckerbissen.

Chinesischer Tenebrosus

Erkennung:

Er erinnert so ein wenig an den Japanischen Buntfasan in weiter Sicht. Der Hahn mit einem dunkelgrünen Oberkopf, dunkelbläulich bis grün gefärbter Kehle, Brust und Bauch. Gräulich bronzegrünem Scheitel. Unterrücken und Bürzel gräulich und bronzefarben bis bläulich grau aussehend, ebenso sind die Flügeldecken. Der grünlich graue Schwanz hat Querbinden sowie Purpur schimmernde Säume. Die Henne mit dunkelbrauner bis schwarzer Färbung, kleiner als der Hahn gehalten. Den fast schwarzen Oberkopf ist

fortlaufend am Hals eine bläulich grüne Anfärbung zu bemerken. Das Bauchkleid ist ein wenig welliger als das Deckkleid.

Herkunft:

Der größte Teil stammt von Hondo und von der Insel Shikoku

Allgemein:

Ein großer Liebling, sieht imposant wirkend aus, durch das Federkleid welches ihn schmückt. Dieser Fasan ist mittlerweile in fast allen Fasanerien anzutreffen. Er bevorzugt in freier Wildbahn größere Felder und dem am Rande stehenden üppigen Bewuchs .Er ist ein kleiner Draufgänger in der Brutzeit.

Heute:

Der Tenebrosus Fasan wird in unserer Fasanerie gehalten um eine weitere Artenvielfalt unseren Besuchern zu zeigen. sowohl Kunden und Jägern eine größere Auswahl an geeigneten Tieren zum Auswildern anzubieten. In Jahre 2006 ist er erstmalig wieder in Moritzburg dauerhaft in unserem Bestand eingekehrt.

Kragenfasane

Goldfasan

Erkennung:

Der so genannte „Wilde Goldfasan“ hat rote Federn am Bauchkleid, die wiederum am Schwanz nochmals zu bemerken sind. Leuchtende Farben im zitronengelb schmücken seine Haube(Kopf) und nochmals zwischen den Flügeln. Der kreisrunde Kragen der während der Balz zum Einsatz kommt ist sehr bemerkenswert. Der Hahn ist ein liebevoller Balletttänzer. Die Henne ist

schlicht gehalten, hell-gelb-braun mit dunkelgelbbrauner Bändlung, gut zu erkennen wie der Hahn an den Füßen(Ständen).

Herkunft:

Gebirge Mittel- China.

Allgemein:

Ein Typischer Fasan der sehr gerne gehalten wird in Tierparks oder bei Fasanliebhabern zu Hause in Volieren. Die Haltung ist einfach ohne sehr große Probleme, Hahn und Henne sind sehr gut verträglich und das das ganze Jahr über. Eltern, Großeltern und Enkelkinder erfreuen sich immer wieder an den Vögeln.

Heute:

Mit der Haltung von Goldfasanen fing bei uns alles vor Jahren an. Ich als Enkel meines Großvaters Erich, wurde sehr schnell inspiriert mit der Haltung von Fasanen. Heute gehört der Goldfasan zur Grundausstattung meiner Fasanerie in Moritzburg. Der Kauf von jungen Tieren ist möglich.

Diamantfasan

Erkennung:

Beim Hahn ist der Kopf bronzegrün, die Haubenfedern am Hinterkopf sind glänzend rot Der Halskragen der zur Balzzeit zum Einsatz kommt ist weiß mit schwarz. Federrücken. Schultern und Kopf sind glänzend bronzegrün. Der hintere Rücken ist strahlend goldig-strohgelb. Die mittleren Bürzel und der Oberschwanz sind scharlachrot gefärbt mit orangeroten Spitzen, lange weiße Schwanzfedern schließen sich an. Die Henne ist

zu erkennen an den weißen hellgrauen Füßen sowie am hellgrauen bis leichtbräunlichen Gefieder. Sie ist im Ganzen wie die Henne des Geldfasans schlicht gehalten. Das natürliche Gelege besteht aus sechs bis zwölf Eiern in der Brutzeit.

Herkunft:

Der Diamantfasan lebt im Grenzgebiet von Myanmar, Tibet und südwestlich von China.

Allgemein:

Der Hahn ist noch viel Farbenprächtiger als der Goldfasan, im ganzem jedoch etwas ruhiger in der Farbzusammensetzung. Diamantfasane sind ebenso wie sein Artkollege der Goldfasan bemerkenswerte Liebhaber und er umwirbt glanzvoll seine Frauen. Die Haltung ist ebenso einfach nur beim Brutgeschehen ist ein wachsames Auge notwendig. Im Jahre 1828 kam der erste Diamantfasan nach London. Besitzerin war die Frau des Britischen General-Gouverneurs Earl Amhenst. Ihr zu Ehren wurde der Fasan mit den Namen“ Lady Amhenst benannt.

Heute:

Im Sommer 2007 sind mehrere Diamantfasane als Jungtiere nach Moritzburg gekommen, 2008 werden sie in voller Farbenpracht in unserer Fasanerie zu sehen sein. Ein Erwerb von Fasanen zur Haltung ist auf Vorbestellung möglich.

Silberfasan

Erkennung:

Der Silberfasan trägt ein klassisches Gefieder. Sein Federkleid enthält die Farben Schwarz und Weiß. In Verbindung mit dem nackten, leuchtendroten Gesicht und den karminroten Läufen ist der Silberfasan dennoch eine prachtvolle Erscheinung. Seine Henne zeichnet sich durch eine graubraune bis olivbraune mit hellen und schwarzen Strichelungen durchzogenem Gefieder aus. Dadurch ist sie sehr gut in ihrer natürlichen Umgebung

getarnt. Der Hahn kann eine Gesamtkörperlänge von 110 – 140 cm, davon 70 cm Schwanzlänge erreichen. Seine Henne dagegen ist um einiges kleiner. Sie erreicht eine Gesamtlänge von ca. 60 – 75 cm, davon 35 cm Schwanzlänge.

Herkunft:

Beheimatet ist der Silberfasan in Südostasien, besonders in den Regionen Südchinas, in Laos, Kambodscha, Thailand und Vietnam. Charly und Charlotte als Vertreter der Unterart des Silberfasans

Berlioz haben Ihre ursprüngliche Heimat in den Gebirgen bei Quangtri in Mittelvietnam.

Allgemein:

Die Farbgebung der verschiedenen Unterarten des Silberfasans variiert. So nimmt die schwarze Strichelung in den Gefiedern des Hahnes immer mehr ab, ja weiter sie im Nordosten bzw. Norden leben. Der echte Silberfasan ist fast reinweiß. Nur noch sehr vereinzelte schwarze Strichelungen durchziehen seine Federn. Der Silberfasan Berlioz hat dagegen eine etwas auffälligere schwarze Linierung auf seinem weißen Gefieder, so dass die Oberseite dadurch silbrig wirkt. Sein adultes Aussehen erreicht der Silberfasan im Herbst des zweiten Lebensjahres. Im ersten Jahr findet allerdings schon eine Teilumfärbung statt.

Heute:

Seit dem 11. August 2009 lebt nun auch ein Silberfasanpäarchen in der Fasanerie Moritzburg. Sie sollen die Vielfalt der Fasanenarten widerspiegeln und unseren Besuchern eine weitere Attraktion bieten. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 10 Jahren. Ab dem Frühjahr 2011, wenn sie dann voll zuchtfähig sind, hoffen wir natürlich auf reichlich Nachwuchs.

Ohrenfasane

Blauer Ohrenfasan

Die Ohrenfasane sind größer als die Jagdfasane in ihrer Gestallt und Form. Sie tragen einen bemerkenswerten schönen seitlich zusammengedrückten Schwanz mit bis zu 24 Federn, die Dachförmig getragen werden. Die Körperbefiederung ist weich, graublau aussehend, am Bürzel sind diese zerschlissen. Die Nackenkopfseite ist mit einer roten Haube bedeckt. Den Kopf zieren sehr

auffallend gerichtete, wie ein Schurbart weiße Federbüschel, die so genannten Ohren. Die Henne ist kleiner als der Hahn, sie hat dasselbe Federkleid.

Herkunft:

Hochgebirge und Hochland von Kukunen und in Kansu,nördlich bis zum Ala-Schau.

Allgemein:

Leben in Einehe während der Brutzeit, sonst in größeren Gruppen .Etwas anspruchsvolle Tiere die auf jeden Fall eine richtige Gehegegröße benötigen. Die Ruftöne sind in der ganzen Jahreszeit einfach schön vernehmbar, er kräht einwenig.

Heute:

Am 8.Januar 2008 sind Fasane im Bestand der Fasanerie Moritzburg eingekehrt. Sie sollen die Schönheit der Tiere wieder spiegeln und die Artenvielfalt der Fasanarten zeigen. Sie werden bei uns ein gutes zuhause finden. Einzeltiere aus der Nachzucht stehen zum Verkauf.

Swinhoefasan

Kulinarische Gaumenfreuden

Barocke Gaumenfreuden

Von jeher war der wohlschmeckende, zartwürzige Fasanenbraten als unbestrittene Delikatesse hauptsächlich auf fürstlichen Tafeln anzutreffen. Johann Georg Krünitz lobte in seiner „Oeconomischen Encyclopädie“: „Es gibt keine einzige Art von Federvieh, dessen Fleisch einen so feinen Geschmack hätte...“ und empfahl:

„Soll das Fleisch des Fasanes in seiner völligen Güte seyn, so muß das Thier jung, zart und wohlgenährt seyn. Im Herbste ist es am allerfettesten.“

Der Autor, der dem hochgeschätzten „Fasanvogel“ eine ausführliche Betrachtung widmete, verschwieg seinem geneigten Leser am Schluß auch nicht das nachfolgende zeitgenössische Rezept:

„Die Zurichtung der Fasanen in der Küche, kommt mit derjenigen, welche bey den Auerhähnen und Repphühnern gebräuchlich ist, völlig überein. Von allen Gerichten aber, die man von dem Fasan zubereitet, kommt doch dem Braten, den man davon machet, nichts gleich. In dieser Absicht werden die Fasanen gerupft, ausgenommen, gesalzen, mit Pfeffer, Ingber, Muscatenblüthen und ein wenig Nelken gewürzet, an einem Spieße mit Fett oder Schmalz beträuft und gebraten. Wenn sie fertig sind, spicket man sie an der Brust mit halb entzwey geschnittenen Gewürznelken und länglich geschnittenem Zimmet. Eine der besten Soßen darüber ist folgende. Es wird ein abgebratenes Fasan- oder an dessen Statt ein Repphuhn, im Mörser zerstoßen, mit einem Theile Fleischbrühe und zwey Theilen Wein zusammen gethan, und durch einen Seiher gedrückt. Hierauf würzet man diese Brühe mit Zucker und obigem Gewürze, womit die Fasanen eingebeitzt worden, läßt sie ein wenig aufwallen, richtet sie in die Schüssel an, und leget die Hühner darein.“

Gleichzeitig konnte das Fleisch des Fasans als ein Heilungsmittel gebraucht werden, indem sein Fett, äußerlich aufgelegt, die menschlichen Nerven stärken

und Geschwulste auflösen sollte. Wie würde Ihnen stattdessen ein Rezept wie „Gefüllter Fasan in Madeira mit Mandelklösschen“ gefallen? Diese und andere Anregungen zum Schlemmen finden auf den folgenden Seiten. Zum Vergrößern der Rezepte klicken Sie bitte einfach auf das jeweilige Bild.

Fasan a la Madeira

Fasanenbrust in Calvados

Fasan in Pilzsoße

Presse

Auf den folgenden Seiten finden Sie ausgewählte Zeitungsartikel rund um den Moritzburger Fasan. Zum Vergrößern der Bilder klicken Sie einfach auf das entsprechende Bild.